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März: Starke Frauen im DRK

  • Die "mächtigste" Frau im Unternehmen: Vize-Präsidentin Annegret Flügge

    Annegret Flügge ist als Vize-Präsidentin neben Friedrich-Wilhelm Kaup (Präsident) und Manfred Reichert (Vize-Präsident) die „mächtigste“ Frau im DRK-Kreisverband Weserbergland e.V. Seit 2017 bekleidet sie dieses Amt und repräsentiert den Kreisverband in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden. Dabei sagt Annegret Flügge von sich selber, dass sie nicht gerne vor großen Menschenmengen spricht. Fast könnte man meinen, sie sei schüchtern … doch weit gefehlt. Denn – und auch das attestiert sich Frau Flügge selber – sie sagt ihre Meinung, und sie glaubt, dass sie genau deshalb im heutigen Präsidium des DRK-Kreisverbands Weserbergland e.V. gelandet ist. Sie habe nie ein Blatt vor den Mund genommen und sich auch lauthals über Unstimmigkeiten beschwert. Das scheine gefallen zu haben.

    Ihre DRK-Karriere startet Annegret Flügge 1976. Im Jahr vorher wird ihre Tochter geboren, und da sie seit 1968 voll berufstätig ist, fällt ihr nun die Decke auf den Kopf. Also entschließt sie sich, als stilles Mitglied in den DRK-Ortsverein Flegessen-Hasperde-Klein Süntel einzutreten, der im Dorfleben fest verankert ist. 30 Jahre später wird sie zur Vorstandsvorsitzenden gewählt. Zunächst teilt sich Annegret Flügge die Position, nach dem sie aus dem Arbeitsleben ausgeschieden ist, übernimmt sie den Vorsitz. Es ist ihr Anspruch, in jedem Monat ein Highlight für die Ortsvereinsmitglieder vorzuhalten. Im Januar dieses Jahres gab es bereits einen Vortrag vom Kreisverbandsarzt Dr. Kurbjuhn, im Februar folgte die Jahreshauptversammlung. Im März geht es weiter mit einer Ernährungsberatung, und so füllt sich das Jahr mehr und mehr und Langeweile hat keine Chance.

    Doch bei all dem Engagement merkt Annegret Flügge an, dass es nun langsam an der Zeit ist, sich zurück zu ziehen. Sie möchte die Führung des Ortsvereins in jüngere Hände legen, und sich mehr Zeit für ihr Privatleben nehmen. Sie hofft, dass eine Neuaufstellung des Vorstands gut gelingen wird. Die Weichen für eine erfolgreiche Weiterführung seien gestellt. 

    Zu den Herausforderungen des DRK-Kreisverbands Weserbergland gehört aus Annegret Flügges Sicht das Wachstum des Unternehmens, denn mit den umfassenderen Aufgaben kommen auch größere Herausforderungen auf es zu. So sieht Frau Flügge beispielsweise im Bereich der Pflege und des drohenden Pflegenotstands eine große Aufgabe für den Kreisverband, denn neue Strukturen müssen geschaffen werden. Auch die Flüchtlinge sind aus ihrer Sicht ein wichtiges Thema, das den Kreisverband noch beschäftigen wird. Als Fazit stellt Annegret Flügge jedoch fest, dass das DRK im Weserbergland bestens aufgestellt und bereit ist, sich jeder Herausforderung zu stellen.

     

     

     

     

  • Die Frau für die Kleinen und Großen: Erzieherin Katja Koch

    „Ich wollte schon immer Erzieherin werden“, bekräftigt Katja Koch, Erzieherin, Heilpädagogin und stellvertretende Leiterin in der DRK-Kita Eimbeckhausen. Am 1.7.2019 feierte sie nun sogar ihr 25-jähriges Dienstjubiläum beim DRK-Kreisverband.

    Bereits ihr Vorpraktikum für die Ausbildung zur Erzieherin absolvierte Koch beim DRK. Schon damals war sie vom Team der DRK-Kita Hameln 1 um die damalige Kita-Leiterin Christiane Krukemeier und besonders vom Umgang mit den Kindern dort außerordentlich angetan. So blieben sie und das Team der Kita auch während ihrer Ausbildung und einem Abstecher zu einem anderen Träger immer in Kontakt.

    Als es dann an die Übernahme nach der Ausbildung ging, waren sich das DRK und Katja Koch schnell einig. Bereits zum 1.7, statt zum 1.8.1994 fing sie ihren Traumjob beimneuen Arbe itgeber an. Bis heute hat sie diesen Schritt nie bereut. Denn für die ausgebildete Heilpädagogin, PEKIP-Gruppenleiterin und Marte-Meo-Ausbilderin zählen heute mehr denn je die richtigen Werte und ein gutes Arbeitsklima. Besonders die Ausbildung auch bei einem anderen Träger und die Arbeit nach den Marte-Meo-Grundsätzen haben ihr das deutlich gemacht. Hiernach zählen nicht unbedingt Leistung und Profit – sondern vielmehr stehen das Erkennen von Stärken, das Miteinander und das gegenseitige positive Wertschätzen im Vordergrund des täglichen Miteinanders.

    „Diese Methode kann man bis in die Managementebene fortsetzen“, schwärmt Koch.Die ausgebildete Erzieherin und Mutter von 17-jährigen Zwillingen hat in ihrer 25-jährigen Karriere viel erreicht. Stillstand gab es nicht: Erst die Ausbildung und der Karrierestart in der DRK-Kita Hameln 1. Danach kamen die Kinder und eine vierjährige Erziehungszeit.

    Der Wiedereinstieg und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf waren für sie mithilfe der Flexibilität des Arbeitgebers und eines guten Netzwerkes hervorragend zu bewerkstelligen. Sie bildete sich weiter und absolvierte ab 1996 eine Teilzeitausbildung zur Heilpädagogin, gefolgt von den Fortbildungen zur PEKIP-Gruppenleiterin, der Hengstenberg-Pickler-Ausbildung und der Fortbildung zur Marte-Meo-Ausbilderin.

    Für Koch stimmt einfach die Basis: „Ich habe mich auch nach meiner Ausbildung zur Heilpädagogin bewusst für das DRK entschieden.“ Und dieser Arbeitgeber ist ihr auch während Erziehungszeit und Wiedereinstieg in den Beruf immer entgegen gekommen. „Wir haben eine tolle und äußerst kompetente Fachberatung und eine Fachbereichsleitung, die in Kombination dafür sorgen, dass es immer weiter geht. Hier in Eimbeckhausen sind wir ein super Team und auch in allen anderen Einrichtungen sind klasse Kolleginnen und Kollegen. Gerade das gute Team vor Ort spiegelt sich in der Arbeit mit den Kindern wieder, die sich hier einfach wohlfühlen. Großartig an meinem Beruf ist auch, dass ich Kinder begleiten darf und von den Eltern das Vertrauen zum Betreuen ihrer größten Schätze entgegengebracht bekomme. Nicht jeder Arbeitsplatz ist so toll“, resümiert Koch.

    Ihr Wunsch für noch bessere Arbeitsbedingungen wären lediglich kleinere Kita-Gruppengrößen – doch die Umsetzung dieses Anliegens liegt nicht in der Hand des Arbeitgebers. Eine große Herausforderung sieht Koch für den Bereich Kita auch im Fachkräftemangel. Allerdings meint sie, dass „Stippvisiten“ bei Einrichtungen anderer Träger schnell deutlich machen, auf was es bei der Arbeit wirklich ankommt – und das ist mit Sicherheit nicht das Geld, sondern vielmehr tolle Kollegen, Spaß bei der Arbeit mit den Kindern und deren Familien sowie gute Voraussetzungen durch den Arbeitgeber für eine hervorragende Umsetzung der pädagogischen Ziele.