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30 Jahre DRK-Seniorenstift Aerzen

Das DRK-Seniorenstift Aerzen blickt auf 30 Jahre engagierte Arbeit in der stationären Pflege zurück. Seit der Eröffnung am 15. Januar 1996 hat sich die Einrichtung als fester Bestandteil der regionalen Versorgungsstruktur etabliert.

Das DRK-Seniorenstift Aerzen blickt auf 30 Jahre engagierte Arbeit in der stationären Pflege zurück. Seit der Eröffnung am 15. Januar 1996 hat sich die Einrichtung als fester Bestandteil der regionalen Versorgungsstruktur etabliert. Zum Jubiläum kamen zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Mitarbeiterschaft und dem Roten Kreuz zusammen. Landrat und DRK-Präsident Dirk Adomat, der Bürgermeister des Flecken Aerzen Andreas Wittrock, Ortsbürgermeister Jürgen Schwitzer, Einrichtungsleitung Christina Kraus sowie der Betriebsratsvorsitzende der DRK-Gesellschaft für soziale Einrichtungen Weserbergland gGmbH Markus Scholz würdigten in ihren Grußworten das Haus als wichtigen Baustein der kommunalen Daseinsvorsorge. „30 Jahre DRK-Seniorenstift in Aerzen zeigen, was gute Pflege im Alltag bedeutet“, sagte Dirk Adomat. Vorstandsvorsitzender Thomas Müller sprach besonderen Dank an Karin Szilagyi, der ersten Einrichtungsleitung, sowie an Barbara Cramer, ehemalige Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Aerzen und Ehrenmitglied des DRK-Kreisverbandes Weserbergland e.V aus.

Besonders hervorgehoben wurde Sabine Eder, die dem Seniorenstift seit seiner Eröffnung angehört und für ihr 30-jähriges Engagement ausgezeichnet wurde.

Die Entscheidung, in den 1990er-Jahren in Aerzen eine stationäre Pflegeeinrichtung zu errichten, fiel in eine Zeit gesellschaftlicher Umbrüche. Die Pflegeversicherung war noch nicht eingeführt, der Bedarf an verlässlichen Angeboten jedoch bereits deutlich erkennbar. Das Vorhaben wurde durch die Unterstützung des Landes Niedersachsens, des DRK-Landesverbands, des Landkreises Hameln-Pyrmont und der Gemeinde Aerzen möglich gemacht. Der Flecken stellte das Grundstück kostenfrei zur Verfügung. Ein bedeutender Beitrag zur Finanzierung kam zudem aus dem Nachlass von Dr. Otto Twellmeyer, dem langjährigen Vorsitzenden des DRK-Kreisverbandes Weserbergland, nach dem die Einrichtung benannt ist.

Schon wenige Monate nach der Eröffnung waren die damals 40 Pflegeplätze vollständig belegt. Im Jahr 2007 wurde das Haus um einen Erweiterungsbau ergänzt, der die Kapazität auf 90 Plätze erhöhte.

Heute prägen vier Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz das Konzept: kleine Gruppen, ein individueller Tagesrhythmus und ein alltagsnahes Umfeld stehen im Mittelpunkt. Die hauseigene Küche mit täglich frisch zubereiteten Mahlzeiten rundet das Angebot ab – sie versorgt nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern bei besonderen Anlässen auch externe Gäste.

In den vergangenen drei Jahren wurden rund zwei Millionen Euro in die bauliche und technische Weiterentwicklung investiert. Dazu zählen unter anderem ein optimierter Brandschutz, eine externe Notstromversorgung und WLAN im gesamten Gebäude. Mit aktuell 91 Mitarbeitenden ist das DRK-Seniorenstift auch ein bedeutender Arbeitgeber in der Region.

Die Einrichtung versteht sich als regional verwurzelter Akteur, der professionelles Pflegehandeln mit ehrenamtlicher Unterstützung und lokaler Vernetzung verbindet. Thomas Müller, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Weserbergland e.V., brachte es in seiner Ansprache auf den Punkt: „Die hier handelnden Menschen machen den Unterschied!“ Die langjährige Verbundenheit von Sabine Eder, die das Haus seit drei Jahrzehnten mitprägt, steht exemplarisch für dieses Selbstverständnis.

Der DRK-Kreisverband Weserbergland e.V. bekräftigt mit Blick auf die Zukunft, sein klares Bekenntnis zum Standort Aerzen. Auch unter sich wandelnden Rahmenbedingungen wird die Einrichtung ein verlässlicher Ort für ältere und pflegebedürftige Menschen bleiben – getragen von Erfahrung, Nähe und Verantwortung.