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DRK-Kita Hameln 2 „Familienzentrum Südstadt“ feiert Jubiläum in der Hamelner Königstraße

Eine Hüpfburg, eine Zaubershow, Kinderschminken, Bastelangebote, Bewegungsspiele und ein Buffet mit Speisen aus unterschiedlichen Ländern: Am Freitagnachmittag gehörte das Gelände der DRK-Kita Hameln 2 „Familienzentrum Südstadt“ ganz den Kindern und ihren Familien. Anlass für das große Familienfest mitten in Hameln war das 30-jährige Bestehen der Einrichtung. Zuvor hatten Mitarbeitende, ehemalige Wegbegleiter, Kooperationspartner und Vertreter der Stadt gemeinsam auf drei Jahrzehnte Kita- und Familienarbeit zurückgeblickt.

Der offizielle Teil des Jubiläums begann um 12 Uhr zunächst mit geladenen Gästen. Sonja Schneider begrüßte unter anderem aktuelle und ehemalige Mitarbeitende des DRK-Kreisverbandes Weserbergland e.V., verschiedene Kooperationspartner, Vertreter der Stadt Hameln sowie Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese. Unter den Gästen war auch Martina Ellermann, die die Kindertagesstätte ab 2004 für 22 Jahre leitete und damit einen großen Teil ihrer bisherigen Geschichte selbst begleitet hat. 


In ihrem persönlichen Rückblick erinnerte Ellermann an ihre Zeit in der Königstraße und an die Menschen, die die Einrichtung über viele Jahre mitgestaltet haben. Ihre Erfahrungen aus zwei Jahrzehnten als Kita-Leitung fasste sie in einem Satz zusammen: „Eine Kita ist nicht durch Wände geprägt, sondern durch die Menschen, die darin arbeiten!“  Wie Kinder selbst ihre Kita wahrnehmen, zeigte anschließend der Film „Kita aus Kinderaugen“. Frau Krone, eine Mitarbeiterin der Einrichtung, hatte dafür Eindrücke aus dem Kita-Alltag zusammengestellt und den Gästen damit einen Perspektivwechsel ermöglicht: Nicht Erwachsene erklärten die Einrichtung, sondern die Sicht der Kinder auf ihren täglichen Lebens- und Lernort stand im Mittelpunkt. 


Dass sich die Arbeit in der Königstraße in den vergangenen 30 Jahren über die reine Kinderbetreuung hinaus entwickelt hat, wurde auch in den weiteren Redebeiträgen deutlich. Thomas Müller, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Weserbergland e.V., dankte insbesondere der Stadt Hameln für die langjährige Zusammenarbeit. Er erinnerte daran, dass die Stadt früh die Entwicklung von Familienbüros unterstützte und damit Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien förderte. 


Bürgermeister Claudio Griese griff diese Entwicklung ebenfalls auf. Er erinnerte an den Pioniergeist, mit dem die Einrichtung früh damit begonnen habe, neben der Betreuung der Kinder auch Beratung für Familien anzubieten. Aus der Kindertagesstätte entwickelte sich damit über die Jahre eine Anlaufstelle, die Kinder und Eltern gleichermaßen in den Blick nimmt.  Wie vielfältig die Familien sind, die heute in der Einrichtung zusammenkommen, zeigt eine Zahl besonders deutlich: Kinder aus insgesamt 21 Nationen besuchen die DRK-Kita „Familienzentrum Südstadt“. Thomas Müller stellte deshalb auch den Rotkreuz-Grundsatz der Menschlichkeit heraus. Er bildet die Grundlage für eine Arbeit, bei der Herkunft und Nationalität keine Rolle für die Unterstützung und Begleitung von Menschen spielen. 


Nach den Redebeiträgen und dem offiziellen Rückblick verlagerte sich das Jubiläumsgeschehen auf das Kita-Gelände. Kinder, Eltern und Angehörige kamen zum Familienfest zusammen. Eine Hüpfburg war aufgebaut, eine Zaubershow sorgte für Unterhaltung und Patrick Meißner vom TC Hameln bot ein Bewegungsprogramm für die Kinder an. Auch Jolinchen, das AOK-Maskottchen, war auf dem Gelände unterwegs und stand gemeinsam mit den Kindern für Fotos vor der Kamera.  Die 21 in der Kita vertretenen Nationen fanden sich auch beim Essen wieder. Statt eines einheitlichen Festbuffets hatten die Familien selbst Speisen beigesteuert und daraus ein internationales Mitbring-Buffet zusammengestellt. So wurde ein Teil der Vielfalt, die den Alltag in der Einrichtung prägt, auch beim Jubiläumsfest sichtbar. Seit 30 Jahren ist die Einrichtung in der Königstraße damit nicht nur Betreuungsort für Kinder, sondern auch Anlaufstelle für Familien in der Südstadt. Die Entwicklung zum „Familienzentrum Südstadt“ und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie der Wilhelm-Raabe-Grundschule, der ESS-Hameln, dem Jugendamt Hameln, dem Gesundheitsamt Hameln, der Früherkennungsstelle und der Stadt Hameln sowie die ergänzenden Angebote für Familien, haben das Aufgabenfeld im Laufe der Jahre erweitert. Frau Hackl vom Stadtteilbüro unterstützt im Haus durch Begleitung und Beratung die Familien in der Südstadt und stellt eine Verbindung zwischen den einzelnen Institutionen dar.