Unter den Teilnehmenden waren auch rund 40 Mitarbeitende des DRK-Kreisverbandes Weserbergland e.V. sowie Vorstandsvorsitzender Thomas Müller und Betriebsratsvorsitzender Markus Scholz. Für die Anreise aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont hatte der Kreisverband einen Bus organisiert. Auch der niedersächsische Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Dr. Andreas Philippi, nahm an der Kundgebung teil.
Mit der Teilnahme an der Demonstration machte der DRK-Kreisverband Weserbergland e.V. auf die möglichen Auswirkungen der geplanten Gesetzesänderungen für die Pflege und das GKV-Stabilisierungsgesetz aufmerksam. Nach den derzeit bekannten Plänen könnten tarifgebundene freigemeinnützige Träger künftig mit erheblichen finanziellen Belastungen konfrontiert werden. Hintergrund ist die Befürchtung, dass tariflich vereinbarte Personalkosten nicht mehr in vollem Umfang refinanziert werden könnten.
Die Auswirkungen wären auch im Weserbergland spürbar. Der DRK-Kreisverband Weserbergland e.V. versorgt und betreut täglich mehr als 700 pflegebedürftige Menschen in der Region. Im Pflegebereich sichert der Verband rund 300 Arbeitsplätze. Insgesamt beschäftigt das DRK im Weserbergland nahezu 1.000 Mitarbeitende in unterschiedlichen Aufgabenfeldern. Nach Einschätzung des Kreisverbandes könnten die geplanten Regelungen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Pflegeeinrichtungen verschlechtern und damit sowohl die Versorgungssicherheit als auch tarifgebundene Beschäftigungsverhältnisse gefährdet.
Der Betriebsrat des DRK-Kreisverbandes Weserbergland e.V. unterstützte die Teilnahme an der Demonstration ausdrücklich. Gemeinsam mit ver.di setzt sich der Verband dafür ein, dass die Finanzierung tariflicher Vergütungen auch künftig gewährleistet bleibt und die Pflegeversicherung so weiterentwickelt wird, dass eine verlässliche Versorgung pflegebedürftiger Menschen sowie sichere Arbeitsplätze in der Pflege langfristig erhalten werden können.


